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Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

In den Schulferien etwas dazu verdienen? Macht für Jugendliche, die in Bedarfsgemeinschaften leben, wenig Sinn: Sie müssen einen Großteil ihres Einkommens wieder abgeben. Die Sommerferien sind für viele Jugendliche eine prima Gelegenheit, sich etwas dazu zu verdienen. Jeder vierte Schüler hat wahrscheinlich  einen Ferienjob oder arbeitet neben der Schule. Nicht für alle lohnt es sich: Jugendliche, die in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften leben, dürfen von dem, was sie in den Ferien verdienen, nur einen Grundfreibetrag von 100 Euro im Monat behalten. Alles darüber hinaus wird zu 80 Prozent mit den Regelleistungen der Eltern verrechnet.

Das „Erwerbslosenforum Deutschland“ kritisiert diese Regelung scharf, da diese Gesetzgebung Jugendliche bestraft   und  die Einstellung fördert, dass sich Arbeit ohnehin nicht lohnt. Etwa zwei Millionen Kinder und Jugendliche leben in Bedarfsgemeinschaften.

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministerium verteidigt diese Regelung und ihrer Meinung nach sollten die Schulferien u.a. „vorrangig der Erholung der Kinder und Jugendlichen dienen“. Leider können sich die Kids ohne Kohle nur langweilen, denn anspruchsvolle Freizeitangebote sind kaum noch umsonst zu bekommen. Keine Reisen, Ferienfreizeiten oder Sportmöglichkeiten, Freibad ist meist auch nicht drin.

Diese Jugendlichen haben schon ihre Kindheit in schwieriger Erinnerung, denn mit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist Kindern und Jugendlichen ab sieben der Wachstumsbedarf aberkannt worden, und die Bundesregierung ist bis heute nicht bereit, diese Kürzung wieder zurück zu nehmen.

Die Regierungsphrasen, man wolle alle Kinder fördern, entpuppten sich leider als Seifenblasen.

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